Bericht des Landesbischofs vor der Landessynode / Reformatorische Kirche heute
2017-04-27 PM Bericht des Landesbischofs[...]
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ALLE ACHTUNG – Grenzen achten – vor Missbrauch schützen

 

Kinder und Jugendliche nehmen an vielen Gruppen, Veranstaltungen und Freizeiten in Gemeinden, im Bezirk und in den Jugendverbänden teil. Dabei vertrauen sie und ihre Eltern sich den Mitarbeitenden der jeweiligen Angebote an und machen dabei gute Erfahrungen. Dennoch kann es geschehen, das Grenzen von Teilnehmenden z.B. aus Unachtsamkeit nicht beachtet werden.

Um in der Evangelischen Landeskirche in Baden eine Kultur der Grenzachtung zu etablieren und Kinder, Jugendliche und schutzbefohlene Erwachsene vor Missbrauch zu schützen, hat sie eine entsprechende Richtlinie erlassen. Das Projekt „Alle Achtung“ setzt diesen Beschluss um, indem es Schulungen für Multiplikator_innen und Diensstellenleitungen anbietet und die Gemeinden, Bezirke und Verbände berät. Alle hauptberuflich, nebenberuflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Arbeit mit Kinder und Jugendlichen werden in einer 3-stündigen Basisschulung sensibilisiert und mit dem Thema vertraut gemacht. In diesem Rahmen unterschreiben sie eine Verpflichtungserklärung, auf der sie mit ihrer Unterschrift die Standards zum Kindesschutz und zu grenzachtendem Verhalten bestätigen. Die Schulungen werden auf Bezirksebene von den Jugendwerken und den Multiplikator_innen angeboten. Die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses wird nach einer Vereinbarung mit dem örtlichen Jugendamt auch für ehrenamtliche  Mitarbeitende verbindlich. Die Kirchengemeinde legt dabei nach den gesetzlichen Kriterien die Art der Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen fest, für die ein erweitertes Führungszeugnis kostenlos beantragt und eingesehen werden muss. Die Pfarrämter und das Evangelische Jugendwerk können diese Führungszeugnisse einsehen und eine Bescheinigung darüber ausstellen. Ausführlichere Informationen zum Thema, Formulare, eine Arbeitshilfe, Schulungstermine für Multiplikator_innen und Dienststellenleitungen und Hinweise auf Beratung finden sich auf der Homepage des Projekts: www.alleachtung.net. Die Landeskirche hat auch ein Vertrauenstelefon eingerichtet, das Betroffene, Zeugen und Angehörige nutzen können, wenn sie in kirchlichen Arbeitsformen Übergriffe und sexualisierte Gewalt erfahren haben: Tel: 0800/5891629 . Zur Beratung der Mitarbeitenden und kirchlichen Einrichtungen kann die  Projektstelle im Evang. Oberkirchenrat angerufen werden: 0721/9175-474

„Herz und Stimme“ der Bibelgalerie Meersburg gewürdigt

 

Canstein-Medaille bei der DBG-Vollversammlung in Frankfurt überreicht

 

Stuttgart/Frankfurt a.M., 22. Juni 2016. Ehrenamtlich Mitarbeitende der Bibelgalerie Meersburg haben gestern bei der Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) in Frankfurt am Main stellvertretend für das gesamte Team die Canstein-Medaille entgegengenommen. Die Auszeichnung überreichte der Vorsitzende der DBG-Vollversammlung und des -Verwaltungsrates, Landesbischof i.R. Dr. Johannes Friedrich. Die Laudatio hielt die Leiterin der Württembergischen Bibelgesellschaft und Direktorin des Bibelmuseums Stuttgart „bibliorama“, Franziska Stocker-Schwarz.

 

Aktuell seien 44 ehrenamtlich Mitarbeitende in der Bibelgalerie Meersburg tätig, davon 22 Frauen und ein Mann als Museumsführer, erklärte Stocker-Schwarz. In den vergan­genen 28 Jahren haben sich 177 Ehrenamtliche für die Bibelgalerie engagiert. „Was sie miteinander auf die Beine gestellt haben, das bleibt und noch mehr, das hat in ganz Deutschland Nachahmer gefunden“, so die Theologin. Sie erfüllten beispielhaft das Ziel, das mit der Canstein-Medaille geehrt werde: die Bibel mit ihrer Botschaft bekannt zu machen.

 

Die Verleihung der Canstein-Medaille bewege sie sehr, sagte die Leiterin der Bibelgalerie Meersburg, Thea Groß. Die Bibelgalerie lebe vom Engagement der Menschen, die seit Jahren ehrenamtlich ihren Dienst tun und sich unermüdlich mit der Bibel beschäftigen. Sie dankte dem Team, das sich „mit ihrer Zeit und ihrem Herzblut“ einsetze. „Sie sind Herz und Stimme der Bibelgalerie“, so Thea Groß.

 

Die Bibelgalerie Meersburg hat im Juni 1988 als erstes Erlebnismuseum zur "Welt der Bibel" in Deutschland eröffnet. Mehr als 70 Sonderausstellungen wurden seither präsentiert. Seit Juli 2003 hat die Bibelgalerie Meersburg die rechtliche Form einer gemeinnützigen GmbH. Gesellschafter sind die Badische Landesbibelgesellschaft, die Evangelische Landeskirche in Baden, der Evangelische Kirchenbezirk Überlingen-Stockach, die Stiftung Bibelgalerie Meersburg und in Nachfolge des verstorbenen Professor Dr. Rudolf Mack aus Freiburg der Unternehmer Hans-Georg Nußbaum. 2008 wurde eine neu gestaltete Dauerausstellung eröffnet. Rund 500.000 Besucherinnen und Besucher haben die Ausstellungen in der Bibelgalerie bisher gesehen.

 

Namensgeber für die Auszeichnung ist Freiherr Carl Hildebrandt von Canstein. Er ließ 1710 einen Aufruf drucken mit dem Titel „Ohnmaßgeblicher Vorschlag, wie Gottes Wort den Armen zur Erbauung um einen geringen Preis in die Hände zu bringen“. Im gleichen Jahr begann in Halle an der Saale die Arbeit der von Cansteinschen Bibelanstalt, der ersten Bibelgesellschaft der Welt. 2015 erhielt der ehemalige Thüringer Landesbischof Christoph Kähler die Canstein-Medaille für seine Verdienste um die Überarbeitung der Lutherbibel als Vorsitzender der von der Evangelischen Kirche in Deutschland eingesetzten Kommission. Die Auszeichnung wird seit 1981 für ehrenamtliches Engagement vergeben.

 

RTM

 

Foto: Mitglieder des Ehrenamtlichen-Teams bei der Vollversammlung mit der Leiterin der Bibelgalerie Thea Groß (links) und dem Vorsitzenden des Fördervereins Pfarrer Hermann Billmann (rechts). Die Medaille trägt Inge Ehemann, bereits bei Gründung für die Bibelgalerie engagiert. (Nachweis: Deutsche Bibelgesellschaft)

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